Smartphone-Testberichte zu aktuellen Modellen

Sony Ericsson Xperia Ray

Sony Ericsson bezeichnet das Display des Sony Ericsson Xperia Ray vollmundig als “Reality Display mit Mobile Bravia Engine”. Fakt ist: Der Bildschirm wirkt recht scharf sowie farbenfroh und liefert solide Messwerte mit einem sehr guten Helligkeitswert.
Die schlanke Bauform des Sony Ericsson Xperia Ray bedingt, dass auch das Display mit 3,3 Zoll und einer Auflösung von 854 x 480 Pixel nicht allzu groß ausfällt. Nachteil: Das Tippen auf der virtuellen QWERTZ-Tastatur – besonders im Hochformat – ist nur etwas für filigrane Finger.

Wer beim Surfen kein allzu großes Display erwartet, wird mit dem Ray gut zurechtkommen. Webseiten werden wie auf dem PC angezeigt, das Zoomen per Multitouch klappt fix. Scrollen und Zoomen per Doppel-Tipp gehen nicht ganz so flott vom Finger, sind aber durchaus noch im Rahmen. Der Browser mit Adobe-Flash-10-Unterstützung wird mit nahezu jeder Webseite fertig und baut die Pages schnell auf. Per WLAN brachte er unsere Testseite komplett in rund 4 Sekunden auf den Schirm, über UMTS mit HSDPA (7,2 Mbit/s) dauerte es knapp 6 Sekunden. Wenn wir schon beim Tempo sind: Der 1-GHz-Prozessor liefert eine solide Leistung, das Handy arbeitet flüssig, wenn auch nicht so rasant wie einige Konkurrenzmodelle mit Dual-Core-CPU.

Als Betriebssystem kommt Android 2.3.3 mit der Sony-Ericsson-Benutzeroberfläche (UI), die wir schon von anderen Geräten wie dem Sony Ericsson Xperia Arc oder neo kennen. Die UI ist recht intuitiv, bietet allerdings nicht so viele Gimmicks wie etwa Sense von HTC oder TouchWiz von Samsung. So lassen sich beispielsweise nur fünf Startscreens erstellen, eine querformatige Ansicht wird nicht unterstützt.

Lob gibt es für die Ausdauer: Am Ende unseres Surf-Tests bei maximal hellem Display standen sieben Stunden auf der Uhr – prima! Die Sprechzeit von knapp 4,5 Stunden ist gutes Mittelmaß, die Aufladezeit von gut 2 Stunden fällt angenehm kurz aus. Bei der Telefonakustik leistet sich das Handy mit einem dröhnenden und viel zu leisen Freisprecher einen Schnitzer. Am Ohr klingt der Gegenpart auf Handy-Seite natürlich und laut genug, wird jedoch von einem Hintergrundrauschen gestört.

Die Digitalkamera knipst 8,1 Megapixel, unterstützt von Autofokus und LED-Blitz. Die Aufnahmen gefallen besonders bei guten Lichtverhältnissen (auch bei Kunstlicht). Bei schwachem Licht fallen die Fotos allerdings körnig und unscharf aus, auch wenn man den Blitz dazunimmt.

Als maximale Videoauflösung des Camcorders steht HD (1280 x 720 Pixel) auf dem Programm. Unser Testvideo wirkt in den Farben kräftig, teils jedoch zu grell. Die Schärfe stimmt, es treten keine Bildfehler, jedoch einige Ruckler auf. Zudem hat der Camcorder Probleme bei Gegenlicht und zeigt einen Rotstich.

Der MP3-Player liefert einen guten Klang – trotz des viel zu locker sitzenden Headsets. Mit guten In-Ears holen Sie noch deutlich mehr heraus.

Musik und Bilder brauchen Platz – und der ist beim Xperia Ray mit gerade mal 295 Mbyte internen Speicher äußerst begrenzt. Gut, dass Sony Ericsson zum Handy auch eine 4 GByte große Speicherkarte dazulegt. Wem das nicht reicht, der stockt um maximal 32 GByte auf.

Technische Daten (Auszug)

Prozessor 1 GHz Qualcomm Snapdragon QSD8255
Arbeitsspeicher 512 MB
Speicher 295 MB (intern)
Display 3,3 TFT Reality Display – Auflösung 480 x 854 Pixel
Digitalkamera 8,1 Megapixel Digitalkamera (Autofokus, Blitz(LED)) und HD-Video bis 720p / Frontkamera
Datenübertragung HSDPA bis 7,2 MBit pro Sekunde, WIFI 802.11 b/g/n, Bluetooth
Gewicht ca. 100 Gramm
Akkuleistung 1500 mAh
Betriebssystem Android 2.3
SAR-Wert 0,96 W/kg

Fazit:

Schickes Gehäuse, gewagte Farbvarianten, geringes Gewicht: Sony Ericsson zielt mit seinem Xperia Ray auf die weibliche Kundschaft. Im Grunde macht das Handy vieles richtig und leistet sich kaum echte Schnitzer. Doch echte Höchstleistungen finden wir beim Xperia Ray ebenfalls nicht – und genau das ist das Problem. Unter dem Strich ist das Xperia Ray eine schöne Android-Flunder, die zwischen den XXL-Android-Handys wie HTC Desire HD oder LG Optimus 3D etwas untergeht.



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