Smartphone-Testberichte zu aktuellen Modellen

Sony Ericsson Xperia Arc S im Test

Wie sich schon am Namen erkennen lässt, ist das Sony Ericsson Xperia Arc S ein direkter Nachfolger des Xperia Arc. Dabei verfügt das Arc S in erster Linie über einen schnelleren Prozessor und eine flottere Datenverbindung. Das Gerät setzt aber weiterhin auf einen Single Core Prozessor. In unserem Xperia Arc S Test erfahrt ihr, ob das Smartphone gegen die Dualcore Konkurrenz bestehen kann.
Sony Ericsson Xperia arc S Test
Wer das Xperia Arc noch nicht kennt, dem wird zuerst die äußerst flache Form ins Auge fallen. Es handelt sich um eins der kompaktesten Android Smartphones, die derzeit erhältlich sind und beim Xperia Arc S wurden sämtliche Abmessungen exakt beibehalten. Auf der Rückseite ist das Gerät leicht geschwungen, das gesamte Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt. Damit wirkt das Xperia Arc S zwar nicht so hochwertig wie ein iPhone, verfügt im Gegenzug aber über ein angenehm leichtes Gewicht. Insgesamt ist der Eindruck des Telefons durchweg positiv.

Auf der technischen Seite bietet das Xperia Arc S einen 1,4-GHz-Prozessor, der jedoch nur über einen Kern verfügt. In Zeiten von Dual Core Prozessoren mag das nicht nach viel klingen, doch die täglichen Aufgaben ließen sich in unserem Xperia Arc S Test problemlos und flott erledigen. Man merkt hier deutlich, dass für die meisten Anwendungen gar keine Dual Core CPU benötigt wird. Selbst aufwendige Apps profitieren teilweise eher von der hohen Taktrate. Im Vergleich mit dem Vorgänger rechnet das Arc S erwartungsgemäß ein Stück schneller. Das gesamte System fühlt sich flüssiger an, darüber hinaus laden auch Webseiten spürbar schneller. Das liegt jedoch nicht nur am Prozessor, denn das Xperia Arc S unterstützt beim mobilen Gebrauch Datenraten von bis zu 14,4 Mbit/s und damit doppelt viel wie der direkte Vorgänger. Im Xperia Arc S Test machte sich dieser Vorteil deutlich bemerkbar, aber auch per WLAN wird der Aufbau von Internetseiten um etwa 20 Prozent beschleunigt.

Auch beim Display gibt es keine Änderungen zum Vorgänger. Es handelt sich nach wie vor um ein S-LCD Display, das zwar schöne Farben und eine gleichmäßige Ausleuchtung bietet, in Sachen Kontrast und Schwarzwerten aber nicht mit einem OLED-Display konkurrieren kann. Sony Ericsson verspricht, dass die Bildqualität mit der Mobile Bravia Engine deutlich verbessert werden soll. Unser Xperia Arc S Test kann dies prinzipiell bestätigen, denn der Bildschirm ist zweifellos der schönste LCD-Screen, der zurzeit in einem Smartphone verbaut wird. Ob dies aber nun tatsächlich an der Mobile Bravia Engine oder an anderen Gründen liegt, sei dahingestellt. Wir haben jedenfalls nichts am Display zu meckern.

Ein weiteres Highlight des Xperia Arc S ist die 8,1 MP Kamera. Durch den Exmor R Sensor, der einigen von euch vielleicht aus Sony Camcordern bekannt ist, sollen auch Aufnahmen bei wenig Licht ermöglicht werden. Wir gingen dem in unserem Xperia Arc S Test natürlich auf den Grund. Und tatsächlich kann die Kamera des Smartphones bei suboptimalen Lichtverhältnissen klar bessere Bilder aufnehmen als die meisten Konkurrenten auf dem Markt. Bei einer zu dunklen Umgebung kann allerdings auch der Exmor R Sensor nicht mehr helfen. Bei Nahaufnahmen hilft darüber hinaus ein LED-Blitz. Die Qualität der Aufnahmen liegt generell auf hohem Niveau. Zwar werden nicht so schöne Bilder erreicht wie bei Nokias N8 oder dem iPhone 4S, trotzdem können die Bilder sich durchaus sehen lassen und sind für einen schnellen Schnappschuss mehr als geeignet.
Videoaufnahmen sind nur mit 720p möglich, doch auch hier weiß die Kamera zu überzeugen. Ebenso wie bei Fotoaufnahmen konnten wir nur wenig Bildrauschen feststellen. Leider lässt sich die Videokamera allerdings nicht in Verbindung mit dem LED-Blitz verwenden. Auch schade ist, dass das Smartphone über keine Frontkamera verfügt. Grund hierfür dürfte sicherlich die sehr kleine Gehäuseform sein, trotzdem ist es schade, dass Videotelefonie damit nicht möglich ist.

Die größte Schwäche, die uns beim Xperia Arc S Test auffiel, ist der sehr kleine interne Speicher. Von den lediglich 1 GB stehen dem Nutzer nur 320 MB zur Verfügung, was heutzutage absolut nicht mehr zeitgemäß ist. Zwar wird eine 8 GB SD-Speicherkarte mitgeliefert, allerdings hat Android noch immer mit Anwendungen zu kämpfen, die sich nicht auf die Speicherkarte installieren lassen. Ständiges hin- und herschieben von Apps bleibt euch hier also kaum erspart. Der Akku hingegen hält erfreulich lange, bei normaler Nutzung muss das Gerät nur alle zwei Tage an die Steckdose. Selbst unter voller Belastung hielt das Arc S in unserem Test länger durch als viele Mitbewerber. Bei intensiver Nutzung sind mit dem 1.500-mAh-Akku durchaus Laufzeiten von sieben Stunden möglich.

Technische Daten (Auszug)

Prozessor1,4 GHz Qualcomm MSM8255
Arbeitsspeicher512 MB
Speicher320 MB Speicher (intern), microSD Karte mit bis zu 32 GB
Display4,2 Zoll LCD-TFT Display – Auflösung 480 x 854 Pixel
Digitalkamera8,1 Megapixel Digitalkamera (3264 x 2448 Pixel) mit Autofokus / Videoaufnahme mit 720p (1280 x 720 Pixel) und 30fps / Frontkamera
DatenübertragungHSDPA bis 14,4 MBit pro Sekunde, WIFI 802.11 b/g/n, Bluetooth 2.1
Akkuleistung1500 mAh
Gewicht117 Gramm
BetriebssystemAndroid 2.3.4

Fazit:

Das Sony Ericsson Xperia Arc S konnte uns durchaus überzeugen. Zwar kann es leistungstechnisch nicht mit den High End Modellen mithalten, bietet aber für die meisten Nutzer mehr als genug Rechenleistung. Überzeugend sind hingegen die Verarbeitung des Gerätes und auch Display und Kamera. Ihr erhaltet ein rundes Gesamtpaket und das auch noch zu einem relativ günstigen Preis. Aktuelle Dual Core Smartphones sind bei den meisten Anwendungen kaum schneller, kosten aber leicht das Doppelte. Wer hingegen schon das Xperia Arc besitzt, für den lohnt sich der Umstieg nicht. Im direkten Vergleich ist auch hier der Geschwindigkeitsvorteil zu niedrig, um eine neuerliche Investition zu rechtfertigen.


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