Smartphone-Testberichte zu aktuellen Modellen

Samsung Galaxy S3

Das Samsung Galaxy S3 ist endlich in den Farben dunkelblau und weiß erhältlich und das lange Warten hat ein Ende. Mit dem Galaxy S3 konnte Samsung ein neues Flaggschiff auf den Markt drängen, welches zudem sogar die neuste Generation von Apple hinter sich lassen kann. Die Technik und die Verarbeitung des Smartphones ließen keine andere Wahl zu, als dieses Gerät zum neuen Smartphone Testsieger zu küren.

In Deutschland ist es als 16 GB Variante in zwei verschiedenen Farben erhältlich. LTE wird zwar nicht unterstützt, ist jedoch noch nicht ein entscheidendes Kriterium. Denn über den Netzausbau diesbezüglich brauchen wir noch nicht sprechen. Gehen wir lieber weiter auf die Technik ein.

Dieses Smartphone ist mit einem 1,4 GHz Samsung Exynos 4412 Quad-Core Prozessor und einer ARM Mali-400-Quad-Core Grafik  ausgestattet. Unterstützt wird der Prozessor und die Grafik von einem 1 GB Arbeitsspeicher. Auch das Display hat in seiner Größe zum Vorgänger, dem Samsung Galaxy S2, deutlich zugenommen und ist zum 4,8 Zoll großen HD Super AMOLED Display mit echter True-HD Auflösung von 1.280 x 720 Pixel mutiert. All diese technischen Details sorgen für eine ruckelfreie Bedienung des Smartphones und der installierten Apps.

Am Ende konnte sich das Galaxy S3 durch seine technischen Innovationen wie „Smart Stay“, „Direct Call“ und „S Voice“ gegenüber seinen Konkurrenten durchsetzen und wurde Smartphone Testsieger. Doch was macht das Samsung Galaxy S3 eigentlich aus?

Design

Vor allem beim Design hat sich einiges getan. Während der Vorgänger, das Galaxy S2, noch wie ein klobiger Kasten wirkt, wurden die Abrundungen der Ecken vom Galaxy Nexus übernommen. Es wirkt durch seine schmales und lang gezogenes Display elegant und ist zudem noch sehr schmal. Der klassische Home-Button unterhalb des Displays (mittig eingeordnet) darf natürlich nicht fehlen und geht in Einklang mit der gesamten unteren Hälfte. Links und rechts daneben befinden sich zwei Sensortasten.

Wo bei HTC auf Aluminium gesetzt wird, verwendet Samsung Kunststoff. Im ersten Augenblick denkt man bei Kunststoff an entsprechende Geräusche bei der Bedienung (knirschen), die jedoch vergeblich gesucht werden. Trotzdem ist der Unterschied erkennbar und das Smartphone wirkt durch den eingesetzten Kunststoff nicht so hochwertig, als es bei den HTC-Modellen der Fall ist. Die Akkuabdeckung hingegen könnte besser verarbeitet sein und wirkt sehr dünn und instabil, gleiches gilt auch für das Galaxy Nexus.

Das Smartphone ist im Vergleich zu seinem Vorgänger 4,5 mm breiter und besitzt eine Größe von 71 x 137 x 8,6 mm (B x H x T). Die Displaygröße ist stolze 4,8 Zoll und dadurch wesentlich größer als noch beim Vorgängermodell. Beim Display wurde zudem das hochmoderne Gorilla Glas 2 von Cornings verarbeitet.  Auch bei der Auflösung hat sich einiges getan und so ist das 4,8 Zoll HD Super AMOLED Display mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel ausgestattet.

Nicht zu vergessen ist hier das Gewicht. Das HTC One X wiegt stolze 299 Gramm, der Vorgänger 116 Gramm.  Das S3 wiegt hingegen nur 133 Gramm, trotz größeren Displays. Also ein großes Fliegengewicht in seiner Klasse.

Bevor wir zum nächsten Punkt kommen, lässt sich abschließend folgendes sagen: Das Samsung Galaxy S3 ist eines der größten Smartphones aktuell und vor allem die Verarbeitung des Displays und dessen Auflösung ist optimal. Die Optik des Smartphones überzeugt, dafür gibt es jedoch Abzug bei der Verarbeitung. Hier dürfte Samsung in der Zukunft noch etwas mehr drauf achten.

Technik

Nachdem der Punkt Design abgearbeitet wurde, sind auch die technischen Features und die Leistung nicht unerheblich. Was bringt ein so großes Display, wenn die Technik dahinter nicht stimmt? In der Vergangenheit gab es immer wieder Paradebeispiele. Doch nicht beim Samsung Galaxy S3. Dieses überzeugt durch seine eingebaute Hardware und schafft es sogar seine direkten Konkurrenten hinter sich zu lassen.

Die Performance für ein Smartphone entscheidet am Ende über den Kauf und ist von elementarer Bedeutung. Das Galaxy S3 lässt da keine Wünsche übrig und bringt einen 1,4 Ghz Samsung Exynos 4412 Quad-Core Prozessor mit. Weniger als 16 Sekunden soll es angeblich für einen Neustart brauchen. Unterstützt wird der leistungsstarke Prozessor von einer ARM Mali-400 Quad-Core Grafiklösung und einem 1 GB Arbeitsspeicher.

Damit ist es optimal ausgerüstet für anspruchsvolle Spiele und Verwendung mehrerer Anwendungen. Kein Ruckeln und kaum spürbare Verzögerung machen dieses Smartphone zu einem Liebling in der Hosentasche. Wobei es dort aufgrund seiner Größe eher nicht passend untergebracht ist. Das große Display und die Grafiklösung machen das Smartphone zu einer mobilen Spielekonsole.

Der Klang und die Sprachqualität sind hingegen nur als Mittelklasse einzustufen. Vor allem Gespräche sollen etwas dumpf klingen und auch die Klänge etwas blechern. Trotzdem sind Gespräche als laut und natürlich einzustufen. Ein Klangwunder ist es damit jedoch trotzdem nicht.

Als Basis kommt auf dem S3 die aktuellste Android-Version 4.0.3 Ice Cream Sandwich als Betriebssystem zum Einsatz. Die eigene TouchWiz-Oberfläche aus dem Hause Samsung darf natürlich auch nicht fehlen. Zusammen mit TouchWiz kommen einige technische Innovationen wie „Smart Stay“, „Direct Call“ und „S Voice“. Durch Hilfe von „S Beam“ wird der Datenaustausch zwischen Samsung Smartphones deutlich vereinfacht und hier kommt die NFC-Schnittstelle mit zum Einsatz.

Wo wir gerade beim Thema NFC sind, fehlt dem Samsung Smartphone die Funktechnologie LTE. Zwar sind die Netze dazu noch nicht ausgebaut und nur punktuell zu erreichen, aber eigentlich darf man bei so einem Gerät von einer Kompatibilität ausgehen.

Mit einem optionalen HDMI-Adapterkabel kann der TV-Ausgang des Smartphones zur Übertragung von Bildern und Videos genutzt werden.

So viel Technik will natürlich auch mit ausreichend Energie versorgt werden und genau hier gibt es die bekannten Probleme. Am Abend muss das S3 wieder ans Ladegerät angekoppelt werden und schafft es trotz des 2100 mAh großen Akkus nicht länger. Wer vor allem viel damit spielt, Videos anschaut oder generell viel Arbeitet, der dürfte auch nach einem ¾ Tag das Smartphone wieder ans Ladegerät hängen müssen. Aber dieses Problem ist kein reines Problem von Samsung, sondern kann auf sämtliche Mobilhersteller übertragen werden.

Bedienung

Eingangs wurde bereits auf die optischen Details wie den Home-Button und die Sensortasten unterhalb des Smartphones eingegangen. Doch bei der Größe spielt auch die Bedienung eine wichtige Rolle. Gerade die Größe könnten einige als etwas ungewohnt im ersten Moment wahrnehmen. Immerhin sind 4,8 Zoll kein Zuckerschlecken. Vor allem die Unterbringung des Smartphones erweist sich schnell als schwierig. Immer wieder fällt es auf die Größe zurück und ist daher in der Hosentasche eher weniger gut untergebracht und dürfte den kompletten Platz einnehmen.

Anders sieht es da in der Handhabung aus. Es liegt trotz seiner 4,8 Zoll sehr gut in der Hand und zudem sehr griffig. Es wirkt nicht wie ein Klotz am Bein und ist daher mit nur 133 Gramm sehr leicht.

Kommen wir an dieser Stelle aber kurz erneut zurück zum Home-Button. Das Gefühl, das Smartphone gleich aus der Hand zu verlieren, sobald die unteren Buttons genutzt werden (bei dieser Länge), kommt nicht auf. Eher im Gegenteil lässt es sich trotzdem erstaunlich gut bedienen. Samsung bringt außerdem einen zusätzlichen Auslösebutton für die Kamera mit.

Unterhaltung und Features

Das große Display und die sehr gute HD-Auflösung laden gerade zu ein, viele Videos anzuschauen und Spiele zu spielen. Die Akkukapazität spielt dabei sicher keine untergeordnete Rolle. Damit dieser sich jedoch nicht zu schnell dem Ende neigt, bringt Samsung eine Energieverbrauchsoptimierung mit. So können Filme in HD-Qualität und hochauflösende Spiele noch länger angeschaut bzw. gespielt werden.

Sehr gute Bilder lassen sich mit der 8 Megapixel Kamera machen und werden auf dem Display entsprechend gut präsentiert. Vergleichbar sind die Bilder mit dem Vorgänger S2. Wirkliche Verbesserungen gibt es in diesem Bereich somit nicht, dafür sind die Bilder vom S2 bereits sehr gut und immer noch als qualitativ hochwertiger zum Apple iPhone 4S einzustufen. Zudem sind im „Burst Shot“ bis zu 20 Bilder innerhalb kürzester Zeit möglich und es wird automatisch das beste Bild herausgesucht. Auch Gesichter können sehr gut erkannt werden. Dies macht sich vor allem bei Gruppenbildern bemerkbar, wenn hier Einzelporträts herausgesucht werden. Hinzu kommen die sozialen Aspekte. So können Personen und Kontakte auf Bildern markiert werden, die sozialen Netzwerke verknüpft und Informationen hinterlegt werden.

An dieser Stelle sei noch einmal der Funktionsumfang von TouchWiz genannt. TouchWiz unterstützt das Betriebssystem Android und somit können problemlos sämtliche Funktionen des Touchdisplays genutzt werden. Ruckler sind hier Fehlanzeige. TouchWiz bringt aber auch Funktionen wie „Smart Stay“ mit. Hierbei beobachtet diese Funktion die Augen des Nutzers über die Frontkamera. Schaut der Nutzer dann auf sein Smartphone, wird dieser bei Inaktivität nicht gedimmt. Sobald der Blick das Display verlässt, dimmt sich das Display automatisch. Bisher zeigte sich diese Funktion in der Praxis aber nicht immer als sehr zuverlässig.

Kommen wir aber zu einem absoluten Highlight der Benutzerfreundlichkeit im Samsung Galaxy S3. „Direct Call“ ist dabei einer der besten Neuerungen. Ein Kontakt sendet einem eine SMS zu, man öffnet diese und möchte den Kontakt lieber anrufen, dann muss das Handy lediglich ans Ohr geführt werden und der Kontakt wird automatisch vom Smartphone angerufen. Vorher musste erst durch wenige Gesten der Anruf aktiviert werden. Diese Funktion stellt somit eine enorme Erleichterung dar.

Apple machte es mit Siri schon vor und Samsung zieht mit der eigenen Funktion „S Voice“ nach. Während Siri sich aber teilweise als nicht unbedingt sehr zuverlässig zeigte, kann „S Voice“ eher überzeugen und lässt die Steuerung einiger Befehle problemlos zu. Lediglich beim Diktieren von Nachrichten kann es zu Problemen kommen.

Technische Daten (Auszug)

Prozessor1,4 GHz Quad-Core Prozessor
Arbeitsspeicher1 GB
Speicher16 GB interner Speicher, erweiterbar bis 64 GB
Display4,8 Zoll HD Super AMOLED Display
Digitalkamera8 Megapixel Kamera mit LED-Fotolicht und Gesichtserkennung
DatenübertragungBluetooth 4.0, WLAN 802.11 a/b/g/n, HSPA+, HSUPA
Akkuleistung2100 mAh
Gewicht133 Gramm
BetriebssystemAndroid 4.0.3 Ice Cream Sandwich
Abmessung71 x 137 x 8,6 mm
SAR-Wert0,34 W/kg

Fazit:

Samsung bringt mit dem Galaxy S3 ein Smartphone der Extraklasse heraus und schaffte es zurecht als Testsieger an die Spitze. Die technischen Innovationen innerhalb des Geräts sind mehr als überzeugend. Immer mehr wird das Smartphone zum mobilen Arbeitsplatz und dafür ist Leistung, Kraft und Ausdauer von großer Bedeutung. All dies vereint das S3, auch wenn die Akkus noch immer etwas schwach wirken.

Wer ein technisch hochwertiges Smartphone sucht und dabei technische Highlights nutzen will, der dürfte sich für das S3 entscheiden.


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